Wissenschaft im Quartier
Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung ging es um Wahrheit und Information. Welchen Informationen können wir vertrauen? Was macht eine Nachricht, was eine Information wahr oder glaubwürdig? Gibt es eine Wahrheit, gibt es mehrere und wer bestimmt über die Wahrheit? Menschen fragen die Google-Suche, YouTube, Telegram und ChatGpt nach Informationen und Wissen. Wissen sie, wer hinter den Antworten steckt, wer daran mitarbeitet? Welche Wahrheiten sind wichtig? Welche waren es?
Studierende des Masterstudienganges Multimedia und Autorschaft unter der Leitung von Maren Schuster, M.A. gingen mit dem Publikum diesen Problemstellungen nach. Anhand von Nachrichten- und Schlagzeilenbeispielen wurde der Versuch unternommen Wahrheiten von Unwahrheiten zu trennen und auch die Entstehung von gefühlten Wahrheiten zu verstehen. Fragen zur Bedeutung einer ostdeutschen Identität stellte man beim „Kochen einer Ostsuppe“. Zutaten? Plattenbau, Wende, Treuhand, Abstiegserfahrungen, Kümmel oder doch mehr? Dabei wurden natürlich auch Herausforderungen der Stadtentwicklung von Halle diskutiert. Wie kann man dem Leerstand von Gebäuden durch Zwischennutzungen kreativ und nachhaltig nutzen? Welche Konzepte gibt es für solidarischen, sozialen Wohnraum in Zeiten steigender Mieten.
Neben den interessanten Informationen trug vor allem die Einbindung des Publikums zu einem gelungenen Abend bei. Das Ziel der Veranstaltungsreihe Wissenschaft in den Alltag der Menschen zu bringen wurde erreicht. So wird aus Forschung ein lebendiger Teil des städtischen Miteinanders. Aus dem Quartier, für das Quartier: Experiment geglückt.